Grade beim Motiongrapher gelesen:
Vor rund einer Woche hat der Kaufhausriese Target eine Modenschau in New York City veranstaltet. Rausgekommen ist ein irrwitzigeswahnsinnsunglaublich riesigesaufwändiges (hm, mir fällt kein passendes Adjektiv ein) Event, welches das NYC Standard Hotel in einen Daft Punk’esquen Lichtkubus nebst über 60 Tänzern verwandelt hat. Beschallt wurde u.a. mit einem 30 köpfigen Orchester (ehrlich? live?).
Slow it up! Ein neuer Remix-Stil? Dass dem so wird, hat sich jedenfalls die Website gleichen Namens http://www.slowitup.com/ auf die Agenda geschrieben.
Losgetreten (höchstwahrscheinlich) gestern durch einen Upload bei SoundCloud. Nämlich einem “remix” von Justin Biebers “You Smile”. Das Besondere: der Remix ist über 35 Minuten lang. Und ist eingeschlagen wie eine Bombe. In den ersten 24 Stunden ist er mehr als 500.000 mal gespielt worden.
Letztlich ist die Idee hinter dieser Art “Remix” ein alter Hut: Ein Stück Musik bei unterschiedlicher Geschwindigkeit abzuspielen. (Vor- oder doch nach-)gemacht haben das u.a. die Krautrockveteranan von Neu! auf ihrem zweiten Album (nämlich gleich drei “Remixe”: Neuschnee78, Super16 und Super78).
Dank moderner digitaler Signalverarbeitung ist man heute allerdings nicht mehr auf das langsamer/schneller Drehen der Platte beschränkt. Time Stretching ist hier das Stichwort. Besonders gut bekommt das die Open Source Software Paul’s Extreme Sound Stretch hin, welche bei allen Slow it up Produktionen zum Einsatz kommt. Das Resultat sind extrem flächige und sphärische Ambient Stücke. Im Falle von U SMILE 800 sind es die vokalen Texturen und verschliffenen Drums, die eine fast meditative Stimmung erzeugen.
Was passiert nun, wenn man diesen “Remix” wieder in seine ursprüngliche Länge zurückbringt? Diese Frage beantwortet der – quasi – “Re-Remix” von Honest Twit.