Archiv für Juli 2009

Chris Liebings Setup

Dienstag, 14. Juli 2009

Chris Liebing hat vor einiger Zeit der Öffentlichkeit verraten, wie sein Live Setup aussieht. Interessant auch, was er in Bezug auf seine “Performance” sagt. Sinngemäß, er nimmt die ausproduzierten Tracks, die teilweise einem strengen Aufbau folgen, auseinander — es habe keine Relevanz mehr für ihn, ob an einer gewissen Stelle ein Break ist. Next Generation Hotmixing würde ich sagen.

Welche Konsequenz hat das für den “Tanzmusik-Produzenten” der Zukunft? Wenn seine Tracks sowieso auseinander geschnibbelt und beliebing wieder zusammengesetzt werden, warum soll der Produzent Arbeit in die “dramaturgische” Struktur eines Tracks stecken? Oder anders gesagt: Ergibt sich daraus eine neue Vertriebsform für Tanzmusik? Man könnte sich ja durchaus vorstellen, dass die Tracks nicht mehr komplett durchproduziert verkauft werden, sondern als einzelne Stems. Oder Loops. Oder so. Würde auch bedeuten, dass sich die Performance weg vom klassischen DJing hin zu einem Live-Act verschieben würde.

Hört sich eigentlich ganz gut an, oder? Allerdings fallen mir auch gleich noch ein paar Fragen ein: Was ist eigentlich mit den Club Hits? Gibt es sowas eigentlich noch? Mir persönlich ist es ja eigentlich egal, ob ich einen Track kenne oder nicht. Wenn er rockt, dann rockt er. Allerdings kann ja auch eine Synth-Sequenz hinreichend hohen Wiedererkennungswert haben (siehe Loverboy vs. 1000 Tränen tief). (Hm, jetzt bin ich mir grade nicht sicher, ob ich meine Argumente ad absurdum führe. Glaub aber nicht. Was ist z.B., wenn man die Loverboy Sequenz nur aus DJ Kozes “Remix” kennt. Verliert ja dadurch nicht an Wiedererkennungswert.) Und welche Rolle spielt “Reproduzierbarkeit” vs. “Erlebnisunikat”?

Ausserdem, Stichwort “Verwertung”: wie ist denn das eigentlich gegenwärtig? Müssen bei elektronischen Tanzveranstaltungen genauso GEMA Abgaben gezahlt werden, wie bei allen anderen Veranstaltungen? Wie würde das denn aussehen, wenn nur noch “Schnipsel” gespielt werden? “Schnipsel-Produzenten” haben ja durchaus ein Interesse daran, etwas von dem Geld, das durch die Nutzung ihrer “Schnipsel” bei einem Event in die Kassen der Veranstalter fließt, abzubekommen.

Aber nochmal zurück zu Chris Liebing und seinem Setup. Im Beitrag verrät er nicht, dass er neben den 4 Traktor Decks noch ein Ableton Live benutzt. Kann man in untenstehendem Video sehen.

Plug Ins im Bild: Nomad Factory Vintage Oilcan Echo TLE2S, Lexicon PSP 42

Vimeo’s best

Montag, 13. Juli 2009

Dames en Heren,
seit zwei Jahren das beste Video auf Vimeo. (Liegt evtl. auch ein wenig an dem charmant nerdisch vorgetragenen Überohrwurm)

Lip Dub - Flagpole Sitta by Harvey Danger from amandalynferri on Vimeo.

(Harvey Danger - Flagpole Sitta)

Melange

Montag, 13. Juli 2009

Cello + Ableton Live. Nice! :o)