Take Care of Your Ears!

Es ist ein soziales Problem, wir können immer wieder feststellen, dass laute
Musik immer dann in ausweglosen sozialen Situationen gesucht wird, um sich
selber im Grunde genommen zu betäuben, ja, um von der Wirklichkeit
wegzuhören, und dazu dient dann laute Musik und die kann dann nicht laut
genug sein. Wir haben also vergleichbare Werte wie beim Nikotin, also beim
Rauchen, wir haben vergleichbare Werte wie beim Alkohol, d.h. wenn man
einmal, vor allen Dingen in sozial etwas bedrückteren Verhältnissen, sich einmal
angewöhnt, laute Musik zu hören, ist der Drang, immer wieder lauter zu stellen,
sehr groß. Die Düsseldorfer Arbeitsmedizin hat schon vor Jahren festgestellt,
dass es ein Suchtphänomen ist. Und dass Jugendliche dann auch ganz schwer
nur aufhören können, weil sie sich immer weiter an diese laute Musik
gewöhnen. Hinzu kommt, dass das Ohr dann ja einen gewissen Dauerschaden
bekommt, und sie müssen lauter hören, um überhaupt noch den gleichen Effekt
zu erzielen, also hier ergänzen sich zwei Schädigungsmechanismen, der rein
körperliche, organische Bereich und der psychische Bereich.

http://www.dradio.de/download/80218/

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